Mendelssohn-Bartholdy, Felix; Elias

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Produktinformationen "Mendelssohn-Bartholdy, Felix; Elias"

300 Mitwirkende auf der Bühne, 2000 begeisterte Konzertbesucher: Die Uraufführung von Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias“ 1846 in Birmingham war ein musikalisches Jahrhundertereignis. „Die letzte Note des Elias ging im anhaltenden und ohrenbetäubenden Beifallssturm unter. Nie zuvor hatte es einen so vollständigen Erfolg gegeben - nie eine umfassendere und unmittelbarere Anerkennung eines Kunstwerks", war in einer Zeitungsrezension zu lesen. Auf Texte aus dem Alten Testament hat Mendelssohn ein packendes musikalisches Drama komponiert. „Ich hatte mir beim Elias einen rechten durch und durch Propheten gedacht“, schrieb er an seinen Librettisten, „stark, eifrig, auch wohl bös und zornig und finster, im Gegensatz zum Hofgesindel und Volksgesindel, und fast zu der ganzen Welt im Gegensatz, und doch getragen wie von Engelsflügeln." Szenen aus dem Leben dieses widerspruchsvollen, eigensinnigen Propheten, dessen Wort „wie ein Feuer“ brennt, zeichnet Mendelssohn in dem gut zweistündigen Werk nach, seine Wundertaten, seinen Kampf gegen die Priester des heidnischen Baals-Kultes, sein Ringen mit Gott. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Chor zu, der mal in Gestalt der Engel oder der Baals-Anhänger als Handlungsträger auftritt, mal kommentierend wie einem antiken Drama. Bis heute gilt das Werk als einer der Höhepunkte der Oratorienliteratur.

Felix Mendelssohn Bartholdy, geboren 1809 in Hamburg und in Berlin aufgewachsen, stammt aus einer gebildeten und begüterten Familie. Sein Großvater, Moses Mendelssohn, war einer der wichtigsten deutschen Philosophen des 18. Jahrhunderts; sein Onkel Joseph und sein Vater Abraham Mendelssohn gründeten die Mendelssohn-Bank, die zur wichtigsten deutschen Privatbank aufstieg. Wie auch seine ältere Schwester Fanny erhielt er die bestmögliche musikalische Ausbildung und profitierte gleichzeitig von der geistigen Blütezeit des gesellschaftlichen Lebens im Berlin der 1820er Jahre, an dem die Familie Mendelssohn aktiv mitwirkte. Mendelssohn schuf schon als Jugendlicher vollendete Musik. Mit 16 Jahren schrieb er sein berühmtes Streichoktett, ein Jahr später die Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“; 1829, mit 20, erweckte er Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion aus einem hundertjährigen Dornröschenschlaf. Nach einer großen Bildungsreise durch England, Schottland, Italien und Frankreich etablierte sich der junge Komponist als international geschätzte Größe im Musikleben Europas. 1835 wurde er mit 26 Jahren der künstlerische Leiter des Gewandhausorchesters Leipzigs, das er zu einem der bedeutendsten Klangkörper Europas aufbaute. Im Frühjahr 1847 erlitt Mendelssohn einen Schwächeanfall, als er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfuhr. Er erholte sich nicht mehr davon und starb nach zwei Schlaganfällen am 4. November 1847 in Leipzig.


Die Berliner Sopranistin Anne Bretschneider studierte Gesang in Berlin und Mailand. Bretschneider war Stipendiatin der „DOMS“-Stiftung Zürich. Sie erhielt den „Tertianum-Förderpreis für junge Künstler“, war mehrfach Finalistin beim Internationalen Robert Stolz-Gesangswettbewerb und beim Internationalen Gesangswettbewerb Paul Lincke. Beim Internationalen Jan-Kiepura-Gesangswettbewerb gewann sie den „BühnenReif-Förderpreis für junge Sänger“. Auf einer Südamerikatournee sang sie u. a. im Teatro Colón in Buenos Aires das Sopran-Solo in „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms mit dem Rundfunkchor Berlin. Mit dem Kammerorchester der Staatskapelle Berlin führte sie Werke von J. S. Bach und J. Crüger auf. Bei den Berliner Philharmonikern übernahm sie solistische Aufgaben in Stücken von A. Schönberg und L. Berio unter der Leitung von Sir Simon Rattle. Im Opernfach gestaltete Anne Bretschneider u. a. die Partie der Helena in Brittens „Ein Sommernachtstraum“, Belinda in „Dido und Aeneas“ und Euridice in „Orfeo ed Euridice“. Zu ihrem umfangreichen Repertoire zählen Messen und Oratorien, Kantaten, moderne Kompositionen sowie Kammermusikwerke und Lieder. Beim Soundtrack der Filme „Mission“, „Royal Affairs“ und „Sachsophonie“ wirkte sie als Sopranistin mit. Als Konzertsolistin ist sie regelmäßig im In- und Ausland zu erleben.


Die österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Starzinger schloss ihr Studium an der Wiener Musikuniversität mit Auszeichnung ab. Sie war zehn Jahre lang Mitglied des Solistenensembles der Komischen Oper Berlin und sang dort große Partien ihres Fachs wie Rosina („Der Barbier von Sevilla“), Cherubino („Figaros Hochzeit“), Dorabella („Così fan tutte“), Zerlina und Donna Elvira („Don Giovanni“), Theseus („Theseus“), Niklausse („Hoffmanns Erzählungen“) und Oktavian („Der Rosenkavalier“). Daneben führten zahlreiche Gastengagements die Mezzosopranistin an die Opernhäuser von Leipzig, Toulouse, Wien (Volksoper), Malmö, Halle, Kassel und Mannheim. Neben verschiedenen Operntourneen nach Japan und in die Schweiz gastierte Elisabeth Starzinger bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Salzburger Festspielen und bei den Seefestspielen in Mörbisch. Die Künstlerin ist auch eine gefragte Oratorien-Sängerin und sang als solche u. a. in der Beethovenhalle Bonn, bei der Embassy Series in Washington, beim Leipziger Bachfest, im Salzburger Mozarteum, der Berliner Philharmonie, im Berliner Konzerthaus und im Wiener Musikverein. Besonders gerne und leidenschaftlich widmet sich die Sängerin dem Liedgesang. Die „Lieder der Nacht“ von Katia Tchemberdji wurden extra für die Stimme von Elisabeth Starzinger komponiert.


Der Tenor Michael Pflumm studierte an der Musikhochschule Freiburg. Nach dem Opernstudio am Theater Basel folgten Festengagements an der Deutschen Oper am Rhein, am Theater Bielefeld und der Komischen Oper Berlin. Er gastierte u.a. am Teatro alla Scala Mailand („Elektra“), an der Opéra National de Paris („Moses und Aron“), der Semperoper Dresden (Tochs „Die Prinzessin auf der Erbse“), am Teatro Real Madrid, an der Staatsoper Hannover, den Opernhäusern Köln und Leipzig, den Staatstheatern Braunschweig, Kassel und Saarbrücken sowie an den Theatern in Freiburg, Aachen und Bremen und konzertierte mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des polnischen Rundfunks (NOSPR), dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Jenaer Philharmonie, den Münchner Symphonikern oder dem Klangforum Wien. Konzerte und Liederabende führten ihn nach Süd-Korea, Frankreich, Österreich und in die Schweiz. Als Gast der Neue Vocalsolisten Stuttgart sang er bei den Salzburger Festspielen, im La Monnaie Brüssel, der Casa da Musica Porto, beim Festival Nous Sons Barcelona, beim Festival Printemps des Arts Monaco, bei Sagra Musicale Umbria, oder beim Ravello Festival. Michael Pflumm hat einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.


Christian Oldenburg, Bariton, wurde in Husum/Nordsee geboren und studierte an der renommierten Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Zu seinen langjährigen Förderern zählen Dietrich Fischer-Dieskau, Snezana Brzakovic und Julia Varady. Inzwischen gastiert er europaweit als Opern- und Konzertsänger u.a. im Leipziger Gewandhaus, im Konzerthaus Berlin, in der Berliner Philharmonie, an der Opéra de Lyon und in La Monnaie in Brüssel. Seit der Spielzeit 2010/11 ist er ständiger Gast am Theater Lüneburg, wo er Rollen wie Mozarts Papageno und Figaro sowie Hauptrollen in Werken von Hindemith, Zimmermann und Puccini verkörperte. Seit 2012/13 gastiert er ebenfalls regelmäßig an der Berliner Staatsoper u. a. in den Produktionen „La Cenerentola“, „Der Freischütz“, „Lohengrin“, „Der gestiefelte Kater“ und „Luci mie traditrici“. Mit der Uraufführung von Salvatore Sciarrinos „Ti vedo, ti sento, mi perdo“ gab er in der Spielzeit 2017/18 sein Debut an der Mailänder Scala. Seit der Spielzeit 2018/19 interpretiert Christian Oldenburg an der Opera na Zamku in Szczecin Fachpartien in den Produktionen „Pagliacci“ von Leoncavallo, „Gianni Schicchi“ von Puccini, „Romeo et Juliette“ von Gounod und „The Trial“ von Glass, die zur Nominierung des Amber Ring Awards 2020 als bester Darsteller, in der Rolle des Josef K., führte.


Constantin Alex, geboren 1963 in Rendsburg, studierte an der Musikhochschule Detmold Klavier, Orchesterleitung und Chorleitung und schloss das Studium 1988 mit der künstlerischen Reifeprüfung im Hauptfach Klavier ab. Im selben Jahr wurde er als Solorepetitor am Nationaltheater Mannheim engagiert, wenig später als Repetitor und Kapellmeister an der Oper Frankfurt am Main. 1992 bis 1997 war er Solorepetitor und Assistent von Sir Georg Solti bei den Salzburger Festspielen. Ebenfalls in Salzburg war er 1993 Assistent von Claudio Abbado bei einer Produktion von Johannes Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“. Von 1992 bis 1998 hatte er Lehraufträge im Fach Orchesterleitung an den Musikhochschulen in Frankfurt am Main und Berlin (UdK) inne. Als Operndirigent gastierte Constantin Alex an den Opernhäusern Coburg, Münster und Mönchengladbach. Symphoniekonzerte leitete er beim Münchener Kammerorchester, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und dem Folkwang Kammerorchester. 1993 bis 1995 war er Gastdirigent des Rundfunkchores Berlin. 1993 wurde Constantin Alex zum Universitätsmusikdirektor an die Humboldt-Universität berufen. Er gründete 1994 Humboldts Philharmonischen Chor und Humboldts Studentische Philharmonie und 2003 das Symphonische Orchester der Humboldt-Universität.


Humboldts Philharmonischer Chor wurde 1994 von Constantin Alex, Universitätsmusikdirektor der Humboldt-Universität, als Oratorienchor gegründet. Heute singen in dem Chor etwa 170 Studierende der Universität. Zu den bisherigen Höhepunkten gehören eine Messe für Papst Benedikt von Wolfgang Seifen, die im Petersdom in Rom aufgeführt wurde, die Requien von Brahms und Verdi, „Sacred Concert“ von Duke Ellington und Benjamin Brittens „War Requiem“. Fünf Opernproduktionen haben in der Chorgeschichte besondere Akzente gesetzt, darunter 2015 eine halbszenische Aufführung von „Tosca“ in der Parochialkirche in Berlin gemeinsam mit dem Symphonischen Orchester.


Symphonisches Orchester der Humboldt-Universität
Das jüngste der drei Musikensembles, die Universitätsmusikdirektor Constantin Alex an der Humboldt-Universität ins Leben gerufen hat, besteht seit dem Sommersemester 2003. Es wurde mit dem Ziel gegründet, anspruchsvolle Werke der symphonischen Literatur zu spielen - mit Menschen, die ein intensives Verhältnis zu ihrem Instrument und viel Enthusiasmus für die Musik haben. Besondere Momente des Orchesterlebens waren ein Auftritt in Notre-Dame-des-Champs in Paris, Konzertreisen nach Warschau und Rom sowie die Aufführung von Gustav Mahlers 8. Symphonie in der Berliner Philharmonie, gemeinsam mit den beiden großen Chören der Humboldt-Universität.

 

- Live-Mitschnitt von Juli 2018 aus der Gethsemanekirche Berlin-

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